Niedrigere Preise kosten

Steigende Preise auf allen Ebenen beschäftigen gerade nicht nur den Nonfood-Sektor. Doch wer – egal in welcher Zeit – ein billiges Produkt haben möchte, kann nicht unbedingt die höchste Qualität erwarten. Das wusste schon der englische Sozialreformer, Schriftsteller und Künstler John Ruskin vor über 120 Jahren, wie unser Nonfood-Wort zum Sonntag zeigt. Passen billig und qualitativ überhaupt zusammen?

19.06.2022 Julia-Marie Schüßler 0 Kommentare 1 Likes

Die „Geiz ist geil“-Mentalität ist längst nicht so geil, wie sie versucht zu vermitteln. Denn wer vor allem in der aktuellen Situation ein billiges Produkt haben möchte, muss an anderer Stelle Abstriche machen. Und deshalb leidet nicht selten die Qualität. Unser heutiges Nonfood-Wort zum Sonntag von John Ruskin bringt das auf den Punkt:

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Das Nonfood-Wort zum Sonntag von dem englischen Sozialreformer John Ruskin. Foto: Frantisek_Krejci – pixabay.com/liv.biz

Ruskin war ein englischer Sozialreformer, der schon vor über 120 Jahren wusste, dass ein geringerer Preis für ein Produkt, an einer anderen Stelle seine Konsequenz hat. Ruskin kritisierte die Industrialisierung, er fürchtete unter anderem das Verkommen menschlicher Tugenden und künstlerischen Handwerks. Er setzte sich für eine Wirtschaftsethik ein, wollte den Mensch in den Mittelpunkt stellen und den Wert handwerklicher Arbeit hervorstellen. Hätte er doch nur gewusst, dass wir viele Jahre später – in einer anderen Zeit, mit anderen Maschinen – die gleichen Diskussionen führen …

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