Die perfekte Nonfood-Verkaufsfläche

Nonfood verdient mehr. In manchen Discounter und Supermärkten scheint Nonfood ein Nebenprodukt zu sein – und so wird es auch präsentiert. Dieses Mal geht es bei "Geschichten aus dem Einzelhandel" um unübersichtliche Grabbel-Ecken, die den Wert der Nonfood-Produkte mindern.

28.05.2022 Jakob Seeber 0 Kommentare 2 Likes

18.30 Uhr. Feierabend. Ich stehe auf und schlendere zum Kühlschrank. Wie so oft an einem Montag ist er leer. Also heißt es: einkaufen. Ich habe zwei Möglichkeiten: Aldi oder Edeka? Ich bevorzuge hier meistens den Aldi Supermarkt, weil die Produkte günstiger und die Qualität der Produkte – meiner Meinung nach – in vielen Bereichen sehr ähnlich ist. Wie Lidl hat auch Aldi ein einfaches, aber sehr verständliches Ladenkonzept: lange Gänge und gut sortierte Regale. Ich kaufe die üblichen Dinge und lande am Ende meines Rundgangs im Nonfood-Bereich.

Warum wird Nonfood meistens unordentlich präsentiert?

Wir alle kennen es. In vielen Supermärkten und Discountern gibt es einen Bereich, bei dem das Motto gilt: „Viel hilft viel“. Dieser Bereich des Supermarktes ist normalerweise mit Nonfood-Produkten bestückt. Genauso ist es auch bei meinem Aldi Supermarkt um die Ecke.

Leider triggern mich solche „Ramsch- und/oder Grabbel-Ecken“ nicht. Ich verstehe das Konzept: Als Kunde zu stöbern und Schätze zu finden, kann schon begeistern. Aber mich und viele in meinem Freundeskreis spricht das nicht unbedingt an. Ich bin ein Fan von klarer Ordnung und Sichtbarkeit von Produkten.

Mit einer Grabbel-Ecke assoziiere ich direkt einen geringen Produktwert. Nonfood wird in einem solchen Supermarkt also eher abgewertet. Dabei bin ich immer wieder sehr positiv überrascht, was ich beim Vorbeigehen entdecke: stylische Schlafzimmerlampen, Stand-Up Paddle Boards, Elektrogrills und viele andere nützliche Artikel zu günstigen Preisen. Allerdings sind diese Produkte meistens so präsentiert, dass man sie beim Vorbeigehen übersieht oder aufgrund der schieren Masse an Nonfood-Produkten lieber schnell weiter zur Kasse geht.

Zukunftsvision von Nonfood in Supermärkten und Discountern

Wenn ich an exzellentes Ladendesign denke, fallen mir sofort die Apple Stores ein. Mir ist bewusst, dass es Apple mit seinem vergleichsweise kleinen Produktsortiment viel leichter hat als Aldi. Trotzdem würde ich es begrüßen, wenn die Produkte gut beleuchtet, mit Abstand zu anderen Produkten und vielleicht sogar mit einem Werbebanner und nicht nur mit Bildern auf Pappkartons präsentiert würden.

Die Produkte sollten so gut wie möglich präsentiert werden, damit sich der Kunde auch ein umfassendes Bild von dem Produkt machen kann und sich somit vielleicht für einen Kauf entscheidet. Ein Kompromiss wäre: Grabbel-Ecken ja, aber auch eine ordentliche Bühne gerade für höherpreisige Produkte.

Ich bin gespannt, ob sich hier in Zukunft etwas ändert oder ob ich der Einzige bin, der so denkt….

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