Viel Aufmerksamkeit für wenig Geld mit Guerilla-Marketing

Mit weniger Aufwand mehr Marketing betreiben – dieses Konzept nennt sich Guerilla-Marketing. Überraschungseffekte und atypische Aktionen steigern die Shop-Awareness enorm und schaffen im Idealfall Viralität. Nutzer werden zu Markenbotschaftern, wodurch auch der Imageaufbau profitiert. Nico Tettenborn, Geschäftsführer der Agentur MAKE IT TETTEN GmbH, zeigt die Möglichkeiten auf, die Online-Shops mit der Guerilla-Methode haben.

18.08.2022 Jana Wilkens 0 Kommentare 3 Likes
Nico Tettenborn, Geschäftsführer der MAKE IT TETTEN GmbH.

Nico Tettenborn, Geschäftsführer der MAKE IT TETTEN GmbH. Foto: MAKE IT TETTEN GmbH

Nico Tettenborn betreibt mit seiner Agentur MAKE IT TETTEN GmbH digitales Multichannel-Marketing. Er sagt in einer Pressemitteilung: „Guerilla-Marketing lässt sich für jede Unternehmensgröße anwenden – da die Kosten vergleichbar gering sind, eignet sich die Methode sogar für Start-ups“. Welche Möglichkeiten Onlineshops mit der Guerilla-Methode offen stehen und was eine gute Kampagne mitbringen muss? Das erklärt Ihnen Nico Tettenborn.

Was ist Guerilla-Marketing?

Aus werbepsychologischer Sicht baut Guerilla-Marketing auf den Überraschungseffekt und nutzt ihn, um Nutzer zur Interaktion zu bewegen. Dies eignet sich hervorragend für kreative Ideen, die der Betrachter außerhalb der regulären Werbekanäle sieht. Ein QR-Code im Hintergrund anderer Inhalte oder dezente Werbebotschaften sind die wohl bekanntesten Mittel.

Noch effektiver sind jedoch Kampagnen, die Nutzer aktiv zur Teilnahme einladen und Nutzer für bestimmte Aktionen innerhalb der Kampagne belohnen. Dies kann beispielsweise in Form eines Gewinnspiels geschehen, das Nutzer dazu animiert, selbst Werbetreibende zu werden.

Wie gelingt Guerilla-Marketing?

Indem ein solches Gewinnspiel auf Follower einer bestimmten Instagram- oder Facebook-Seite beschränkt wird, erhält der Betrachter bereits den ersten Impuls, dieser Seite zu folgen. Da das Ziel jedoch darin besteht, die Viralität zu erhöhen, muss mehr getan werden, um die Benutzer dazu zu bringen, die Inhalte zu verbreiten und mehr interessierte Menschen zu erreichen.

Anreize dafür können beispielsweise in einem Ticketsystem geschaffen werden. Beispielsweise könnte ein Link zu einem Gewinnspiel, der über mehrere Kanäle geteilt wird, zu einer Zielseite mit verschiedenen Aufgaben führen. Wenn Nutzer diese Anforderungen erfüllen, wie zum Beispiel andere zu dem Gewinnspiel einladen, Newsletter abonnieren oder Unternehmen auf anderen Plattformen folgen, erhalten sie mehr Tickets zur Teilnahme und erhöhen damit ihre Gewinnchancen.

Welche Preise sollten angeboten werden?

Preise bei solchen Gewinnspielen müssen nicht unbedingt einer Marke zugeordnet werden. Noch wichtiger ist, dass die Zielgruppe sie mag. Dennoch ist die persönliche Note des Preises förderlich für den Wiedererkennungswert. Wenn zum Beispiel etwas Einzigartiges oder Originelles als Preis ausgelobt wird, zieht das noch mehr Aufmerksamkeit auf sich. Zum Beispiel verloste ein Rucksackhersteller kürzlich einen Van in einem viralen Gewinnspiel.

Auch wenn dies nach einem erheblichen Kostenaufwand klingen mag, geht die Effektivität solcher Kampagnen über den Preis hinaus. Im Idealfall werden in kürzester Zeit hunderttausende User auf die Marke aufmerksam, viele von ihnen werden zu Followern und späteren Kunden.

Abgesehen von diesen Extremen können Guerilla-Marketing-Gewinnspiele sehr effektiv sein, wenn sie richtig strukturiert sind. So kann auch ein vergleichsweise günstiger Award ein Durchbruch sein, wenn er den Geschmack der Zielgruppe trifft.

Marketing-Erfolg durch Guerilla-Marketing

Große Reichweite, Wirtschaftlichkeit und schneller Erfolg – ​​diese Vorteile machen Guerilla-Marketing zu einer sinnvollen Ergänzung jeder Marketingstrategie. Oftmals werden Ergebnisse erzielt, die mit herkömmlichen Methoden oder ohne den Einsatz von deutlich mehr Werbebudgets nicht hätten erzielt werden können.

Gleichzeitig bringt Guerilla-Marketing dem Unternehmen einen Sympathiebonus, denn der Spaßfaktor steigt, wenn Nutzer das Gefühl haben, das Geschehen aktiv mitzugestalten. Umgekehrt sollten Unternehmen es mit Guerilla-Marketing aber nicht übertreiben. Statt vieler kleiner Aktionen, die sich mit der Zeit abnutzen, muss man sich etwas Großes einfallen lassen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

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