Henkel erwartet zwei Milliarden Euro Mehrkosten

Auch Henkel wird in diesem Jahr die Folgen des Gasmangels zu spüren bekommen, dem Konsumgüterkonzern drohen zwei Milliarden Euro Mehrkosten. Carsten Knobel, CEO des Unternehmens, gibt dazu einen Ausblick.

12.09.2022 Jakob Seeber 0 Kommentare 0 Likes

München (dpa/js) Der Konsumgüterkonzern Henkel rechnet wegen steigender Preise für Rohstoffe und Logistik mit einer hohen Belastung. „In diesem Jahr läuft es auf zwei Milliarden Euro Mehrkosten hinaus“, sagte Unternehmenschef Carsten Knobel dem „Focus“. In den zehn Jahren zuvor habe die Summe jährlich bei 100 Millionen Euro gelegen. „Wir reden also von einem Anstieg um das Zwanzigfache.“

Der vor allem für seine Wasch- und Haarpflegeprodukte (Persil, Schwarzkopf) bekannte Konzern sei zwar von einem drohenden Gasmangel direkt nicht stark betroffen. Allerdings sei Henkel wie 90 Prozent der deutschen Industrie von chemischen Grund- und Basisstoffen abhängig. „Wenn infolge fehlender Gaslieferungen bei uns bestimmte Vorprodukte fehlen, müssten wir im schlimmsten Fall Teile der Produktion stilllegen“, sagte Knobel. Henkel stelle sich darauf ein, indem das Unternehmen wo immer möglich die Produktion umstelle und den Gasanteil verringere.

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