Mit Start-ups zusammenarbeiten lohnt sich!

Etablierte deutsche Unternehmen arbeiten einer Bitkom-Befragung zufolge nur selten mit Start-ups zusammen. Der am meisten genannte Grund: fehlende Zeit für die Kooperation. Warum sie aber insbesondere Minuten und Stunden unbedingt in Start-ups investieren sollten, verrät Bitkom-Präsident Achim Berg.

18.08.2022 Julia-Marie Schüßler 0 Kommentare 3 Likes
Etablierten Unternehmen fehlt die Zeit für eine Kooperation mit Start-ups.

Etablierten Unternehmen fehlt die Zeit für eine Kooperation mit Start-ups. Foto: athree23 – pixabay.com

Start-ups brauchen oftmals etablierte Unternehmen und etablierte Unternehmen brauchen Start-ups. Denn während es ersteren mitunter an Tech-Know-how fehlt, benötigen Start-ups Auftraggeber und Marktzugang. Ein Geben und Nehmen was einen optimalen Output erzielen könnte, in der Realität aber viel zu selten erfolgt. Das ergab eine Befragung von 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Keine Zeit für die Zusammenarbeit mit Start-ups

Demnach arbeiten nur 24 Prozent der befragten Unternehmen mit Start-ups zusammen, 71 Prozent kooperieren nicht mit Start-ups und fünf Prozent machten dazu keine Angaben. Aber warum ist dies so? Als Grund wurde am häufigsten „fehlende Zeit“ angegeben, 47 Prozent der befragten Unternehmen sahen diesen Faktor als ausschlaggebend. 44 Prozent hingegen benannten unzureichende finanzielle Mittel und 42 Prozent haben einfach keinen Kontakt zu Start-ups. Weiterhin verfügen 34 Prozent über keine Projekte, die mit Start-ups realisierbar wären, 30 Prozent sehen keinen Mehrwert in einer Zusammenarbeit.

Nur jedes vierte Unternehmen kooperiert mit Start-ups.

Nur jedes vierte Unternehmen kooperiert mit Start-ups. Grafik: Bitkom e.V.

Und besonders letztere Ansicht, ist ein Trugschluss, wie Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Pressemitteilung verrät: „Kaum ein Unternehmen wird in Zukunft noch ohne digitales Geschäftsmodell auskommen. Gerade für den Mittelstand ist die Zusammenarbeit mit Start-ups oft der beste Weg, Zugang zu neuen Technologien und digitalen Innovationen zu bekommen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Pressemitteilung. Das zeigt sich auch bei solchen Unternehmen, die eine Kooperation mit einem Start-up gewagt haben: 86 Prozent setzen auf sonstige Formen der Zusammenarbeit (wie zum Beispiel bei Gründerwettbewerben), 39 Prozent entwickelten zusammen neue Dienstleistungen und Produkte, acht Prozent beteiligen sich finanziell an Start-ups und drei Prozent haben spezielle Start-up-Programme ins Leben gerufen.

So startet man die Kooperation

Tipps für etablierte Unternehmen, die keinen Kontakt zu Start-ups haben, verrät der Bitkom-Präsident: „Aktiv auf Gründerinnen und Gründer zuzugehen und den Austausch zu suchen, kann dem eigenen Unternehmen starke Wettbewerbsvorteile verschaffen“. Eine Kooperation per se ausschlagen ist vermutlich nicht der richtige Weg für eine innovative Unternehmenszukunft.

Weitere Infos zu Bitkom

Bitkom wurde 1999 gegründet und vertritt heute mehr als 2000 Mitgliedsunternehmen – rund 1000 KMUs, mehr als 500 Tech-Startups und knapp die Hälfte der 40 DAX-Unternehmen sowie andere Global Player. Das Ziel von Bitkom: Deutschland soll zu einem führenden Digitalstandort wachsen, Bitkom will dafür die digitale Entwicklung der deutschen Verwaltung und Wirtschaft fördern. Hinzukommend soll die digitale Souveränität gestärkt werden. Unter anderem soll hierdurch auch ein schnellerer Ausbau von digitalen Infrakstrukturen im Handel erfolgen.

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