Neu in der deutschen Nonfood-Welt: PEPCO

Der polnische Bekleidungs- und Nonfood-Händler PEPCO eröffnet am Donnerstag seine erste Filiale in Deutschland. Mit seinem Sortiment könnte PEPCO am ehesten kik Konkurrenz machen.

26.04.2022 Lisa Müller 0 Kommentare 3 Likes

Sanfte Farben, übersichtliche Bilder und eine deutliche, aber nicht aufdringliche Preiskommunikation mit glatten Beträgen – so präsentiert sich das aktuelle Prospekt des polnischen Bekleidungs- und Nonfood-Händlers PEPCO. PEPCO hat sich zur Aufgabe gemacht, seinen aktuell europaweit über 20 Millionen Kunden monatlich hohe und unabhängig geprüfte Qualität zu günstigen Preisen anzubieten.

Wer steht hinter PEPCO?

Hinter dem Konzept steckt die britische Pepco Group N.V., die unter sich die Handelsmarken PEPCO, Poundland und Dealz vereint. Sie gehört mehrheitlich dem südafrikanischen Handelskonzern Steinhoff und betreibt 3504 Standorte in 17 europäischen Ländern. Davon sind 2750 PEPCO-Filialen über bisher 15 Länder verteilt, deren Headquarter ist seit der Gründung 1999 in Polen lokalisiert.

Das Unternehmen eröffnet nach der Expansion in Süd- und Osteuropa und in Österreich nun auch in Deutschland die erste Filiale – genauer im Einkaufszentrum Boulevard in Berlin. Die Kette bietet ihre Ware auf Ladenflächen von durchschnittlich 450 Quadratmeter und bisher ausschließlich stationär an. Bei einem durchschnittlichen Warenkorbwert von circa acht Euro ist Effizienz gefragt. Diese wird laut Immobilienmaklern auch durch äußerst gezielte Verhandlungen für Mietobjekte erzielt.

PEPCO könnte kik Konkurrenz machen

Der Einstieg in den deutschen Markt wurde bereits seit Längerem erwartet. Dem steht auch nichts im Wege, denn die Gruppe konnte trotz Pandemie und Lockdowns für das Geschäftsjahr 2020/21 eine Umsatzsteigerung von 17 Prozent erzielen und plant eine großzügige weitere Expansion.

Die Verkaufsfläche in Berlin beträgt etwa 550 Quadratmeter, zwei weitere Eröffnungen sind bereits für Chemnitz und Leipzig geplant. Die gruppeneigene, vertikal organisierte Beschaffungsorganisation PSG operiert in China, Hong Kong, Bangladesch, Indien und Pakistan und kauft dort für geschätzt eine Milliarde US-Dollar pro Jahr ein. Auf der Internetpräsenz ist zu lesen, dass diese internationale Marktmacht genutzt werde, um möglichst günstig einzukaufen und den Kunden, families on a budget als Hauptzielgruppe, die attraktivsten Preise zu bieten und eine Preisführerschaft zu etablieren. Im Vergleich mit deutschen Discountern wird PEPCO am ehesten kik Konkurrenz machen.

Das PEPCO-Sortiment

Die ersten Angebote, auf die deutsche Kunden sich freuen können, enthalten vier Seiten Kinderkleidung und -spielzeug. Wo Lizenzmotive von Disney schon großes Interesse wecken dürften, sticht auch die Wahl nachhaltigerer Materialien für die Spielwaren ins Auge. Weiterhin setzt PEPCO auf Damenmode und Küchen- sowie Badartikel, die den aktuellen Trends entsprechen.

Die Ansicht des Prospektes ist online mit einer direkten Anwahlmöglichkeit der Artikel ausgestattet, sodass der Besucher sich auch Artikel detailliert ansehen kann, wenn er im Ambientebild nicht vollständig sichtbar ist. Besonders komfortabel: Es wird zunächst eine Vorschau angezeigt, die bei näherem Interesse direkt auf die Website verlinkt. Dort kann zwar keine Ware bestellt werden, doch finden sich weitere Produkteigenschaften ebenso wie Auszeichnungen und Philosophie.

Unser Fazit: Mit PEPCO findet ein ansprechender Akteur seinen Weg auf den deutschen Markt, der in puncto Preisgestaltung, Nachhaltigkeit und Style äußerst vielversprechend wirkt. Ohne Onlineshop kann das Konzept Kunden auch wieder verstärkt in die Innenstädte locken. liv.biz ist gespannt auf die Eröffnung und die weitere Expansion!

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