Preiserhöhungen auch in Weltläden

Während der "Fairen Woche" wird derzeit bundesweit für einen Welthandel auch im Interesse der Menschen im globalen Süden geworben. Doch die Weltläden spüren die Folgen der aktuellen Teuerung.

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19.09.2022 0 Kommentare 1 Likes

Greifswald (dpa/mv/jw) Auch in den Weltläden in Mecklenburg-Vorpommern ist die Inflation zu spüren. Schon seit der Corona-Pandemie seien die Preise gestiegen, weil sich der Transport verteuert habe, sagte die Fairhandelsberaterin Laura Göpfert aus Greifswald der Deutschen Presse-Agentur. „Die Kundschaft zeigt sich sehr solidarisch“, lobte sie. Das sei gut, denn die Menschen im globalen Süden seien auf die Solidarität der Menschen im Norden angewiesen. Die Käufer erkundigten sich in den zehn Weltläden in MV, wie die Preiserhöhungen zustande kämen. „Unsere Kundschaft ist ein sehr spezielles Publikum, das sich für die Zusammenhänge im Welthandel interessiert.“

Allerdings sei kaum zu erwarten, dass in der gegenwärtigen Situation zusätzliche Kunden in die Weltläden kommen, räumte Göpfert ein. Aktuell wird bundesweit bei der „Fairen Woche“ für den fairen Handel geworben. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind Aktionen angekündigt. So will der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Berlin zu Wochenbeginn auf dem Alten Markt in Stralsund demonstrieren. Die Aktivisten fordern, dass die Hansestadt sich als „Fairtrade Town“ bewirbt. In Schwerin – die Landeshauptstadt ist bereits seit 2013 Fairtrade Town – soll am 28. September ein „Faires Frühstück“ mit Oberbürgermeister Olaf Badenschier (SPD) öffentlichkeitswirksam für das Anliegen werben.

Die bundesweite Faire Woche steht in diesem Jahr unter dem Motto „Fair steht dir – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“. Die Organisatoren wollen die Produktion und den Handel von Textilien in den Mittelpunkt stellen. Bundesweit sind vom 16. bis 30. September mehr als 1800 Veranstaltungen angekündigt.

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