So geht glaubwürdige Angebotskommunikation in Krisenzeiten

Eine aktuelle Studie der IFH MEDIA ANALYTICS befasst sich mit der Wirkung von Angebotskommunikation in Krisenzeiten. Ergebnisse zeigen, dass Preise hier im Fokus der Verbraucher stehen und dass der Prospekt durchaus als glaubwürdig empfunden wird. Mehr dazu erfahren Sie bei liv.biz.

08.09.2022 Jana Wilkens 0 Kommentare 2 Likes

Die Angst der deutschen Bevölkerung, den eigenen Lebensstandard aufgrund der gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise nicht halten zu können wächst stetig, vor allem im Hinblick auf die anstehende kältere Jahreszeit. Die Konsumenten kaufen immer häufiger bei Discountern oder greifen überwiegend zu Preiseinstiegsprodukten. Laut einer neuen Studie der IFH MEDIA ANALYTICS empfinden 41 Prozent der Befragten die produktübergreifenden Preissteigerungen als unfair. Für Händler und Hersteller ist es nun wichtig, den Konsumenten durch eine vertrauenswürdige Angebotskommunikation ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Hier bilden sich Herausforderungen und Chancen zugleich.

„In Zeiten der Krise brauchen Händler und Hersteller die richtigen Marketingbotschaften, um die Unsicherheit und das Misstrauen in der Bevölkerung gegenüber Preissteigerungen abzudämpfen. Entscheidend für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit dieser Botschaften, ist die Wahl eines vertrauenserweckenden Mediums, weshalb sie gut durchdacht sein sollte“, sagt Andreas Riekötter, Geschäftsführer IFH MEDIA ANALYTICS.

Eine Studie der IFH MEDIA ANALYTICS. Werbeaussagen mit Preisinformationen besonders positiv bewertet.

Eine Studie der IFH MEDIA ANALYTICS. Werbeaussagen mit Preisinformationen besonders positiv bewertet. Quelle: IFH MEDIA ANALYTICS, 2022

Prospekt als glaubwürdige Preisinformationsquelle

Jedes Medium transportiert preisbezogene Werbebotschaften unterschiedlich. Aus der aktuellen Studie geht hervor, dass Kunden Preisangaben ganz klassisch im Geschäft als sehr glaubwürdig empfinden. 64 Prozent der Befragten schätzen aber auch den Prospekt als glaubwürdige Preisinformationsquelle ein. Damit liegt der Prospekt – wenn auch nur knapp – noch vor Amazon mit 63 Prozent. Durch den Prospekt fühlt sich über die Hälfte der Befragten zum Kauf angeregt und rund 60 Prozent bewerten die Angebote im Prospekt als informativ. Preiswerbebotschaften in sozialen Medien scheiden hingegen am schlechtesten ab. Nur 30 Prozent der Befragten stufen diese als glaubwürdig ein. Auch in den Bereichen kaufanregend mit 34 Prozent und informativ mit 32 Prozent bildet diese Variante das Schlusslicht.

Preis ist wichtiger als Nachhaltigkeit

Die aktuellen Krisen sorgen bei den Konsumenten für eine starke Preissensibilität. Andere Themen wir Nachhaltigkeit, Qualität und Service der Produkte rücken im Interesse der Kunden in den Hintergrund. Von mehr als 60 Prozent der Befragten wurden Werbeaussagen zu Rabatten und Sonderaktionen als kaufanregend und informativ bewertet. Diese Kategorien schnitten auch in Sachen Glaubwürdigkeit am besten ab, so lagen Sonderaktionen bei 57 Prozent und Rabatte bei 56 Prozent. Nur 43 Prozent der Befragten hielten hingegen Werbung für Beratung und Service für glaubwürdig.

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