Sustainability is all around

Nachhaltigkeit kann man leben – und das nicht nur als Privatperson. liv.biz hat mit primoza gesprochen, einem Unternehmen, für das sich Nachhaltigkeit nicht nur auf Produkte bezieht.

15.03.2022 Julia-Marie Schüßler 0 Kommentare 5 Likes
Orlando Zaddach und Manuela Baron sind zwei der drei Gründerinnen und Gründer von primoza.

Orlando Zaddach und Manuela Baron sind zwei der drei Gründerinnen und Gründer von primoza. Foto: primoza

Klar, jeder sollte für sich selbst schauen, wie er Sustainability in seinen Alltag integrieren kann. Aber wie schön ist es, wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeitern und Kunden nicht nur nachhaltige Produkte an die Hand gibt, sondern jedem einen Zugang zu seiner ganz eigenen und vor allem dauerhaften Nachhaltigkeit ebnen will? primoza produziert lauter Produkte, die Menschen das Gärtnern näherbringen sollen – zum Beispiel mit Samenpapieren, die geschickt in andere Alltagsprodukte integriert sind.  

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen 

Das ist aber nicht alles: In Sachen Nachhaltigkeit geht primoza aus Nürnberg aufs Ganze. Sie setzen nämlich nicht nur auf eine nachhaltige Produktion und C02-neutralen Versand. Nachhaltigkeit soll sich viel mehr auf allen Ebenen des Unternehmens widerspiegeln. „Unsere gesamte Firmenphilosophie ist auf dem Gedanken der Nachhaltigkeit begründet“, sagt Manuela Baron, primoza-Mitgründerin. Gemeint ist damit: Bei primoza machen die Mitarbeiter nicht einfach nur einen Job, sondern machen eine Arbeit, die sie erfüllt. 

Um das gewährleisten zu können, sind flache Hierarchien natürlich das A und O. Jeder übernehme bei primoza Verantwortung. „Das ist manchmal vielleicht etwas aufwendig, aber so steht jeder von uns hinter dem, was wir machen“, sagt Baron. Und dann gibt es noch den Slack-Day: Einmal in der Woche steht nicht die Arbeit im Vordergrund, sondern der Spaß. „Da kann es sein, dass wir zusammen einen Aquarell- oder Fotokurs machen oder aber auch gemeinsam die Nachbarschaft aufräumen“. Ein bisschen Arbeitsbezug sei somit schon vorhanden, aber vorrangig ist: „Wir wollen Mehrwert schaffen, auf allen Ebenen und für alle Beteiligten“, sagt Baron. 

Und eine besonders wichtige Ebene bilden die Kunden. „Uns war es von Anfang an wichtig, dass wir nicht nur nachhaltige Produkte anbieten, sondern zu diesem Thema auch in direktem Kontakt mit unseren Kundinnen und Kunden sind. Transparenz und Kommunikation sind für uns wesentliche Elemente“, sagt Baron. Da gibt es zum Beispiel eine aktive Social-Media-Community und einen Newsletter, über den primoza auch Mitmach-Aktionen und DIY-Projekte kommuniziert.   

Der Wachsende Kalender bietet die Möglichkeit, zwölfmal im Jahr etwas eigenes wachsen zu sehen.

Der „Wachsende Kalender“ bietet die Möglichkeit, zwölfmal im Jahr etwas eigenes wachsen zu sehen. Foto: primoza

Jeder kann grün werden 

Auf diese Weise möchte primoza Menschen dazu motivieren, in den Kontakt mit der Natur zu kommen. Haben sie Freude daran, machen sie so vielleicht selbständig die Welt ein bisschen grüner. „Die Idee hinter unseren Wachsenden Kalendern ist, einen möglichst einfachen Zugang zu schaffen – damit auch Menschen Lust bekommen, etwas anzupflanzen, die weder viel Platz noch Erfahrung haben“, sagt Baron. Stichwort ist hier zum Beispiel „urban gardening“ – also das Gärtnern in der Stadt. Denn auch ohne einen großen Garten, können Pflanzen zu Hause Einzug halten. 

Die Produkte von primoza sind clever durchdacht: Der Wachsende Kalender ist jeden Monat mit einem Samenpapierstreifen versehen. Der kann einfach abgerissen und eingepflanzt werden. Der Strippenzieher Kalender hat zusätzlich noch Bastel-, Spiel- und Faltanleitungen auf der Rückseite, sodass der gesamte Kalender am Jahresende theoretisch recycelt ist. Einpflanzbare Grußgarten können nach dem Lesen vom Empfänger in die Erde gesetzt werden, die guten Wünsche nehmen auf diese Weise eine echte Gestalt an. Das Besondere: Man sieht erst auf den zweiten Blick, dass die Produkte Samen enthalten. „Produkte aus Samenpapier sind so auch für Leute interessant, die vorher noch nie mit Pflanzen zu tun hatten“, sagt Baron. Wohingegen Samentütchen vielleicht eher Personen kaufen, die schon einmal gepflanzt haben. 

Die Mission hat Erfolg: Die Kunden sind motiviert, „geben ganz viel Feedback, mit ganz vielen Ideen“, sagt Baron. Und so schließt sich der Kreis: primoza gibt Kunden und Mitarbeitern Denkanstöße und Produkte für einen grüneren Alltag und zurück bekommt das Unternehmen neue frische Produktideen und zufriedene motivierte Mitarbeiter. Besser kann Nachhaltigkeit kaum funktionieren. 

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